Wilson Hermanto

Wilson Hermanto

Dirigent

Bekannt für seine tiefe Musikalität, seine natürliche Autorität, seine mitreißende Energie und Eleganz, ist Wilson Hermanto seit 2017 Erster Gastdirigent des Kammerorchesters Cameristi della Scala. In der Saison 2025/26 kehrt er in die Elbphilharmonie Hamburg zurück, diesmal mit den Cameristi della Scala, nachdem er dort im April 2025 mit dem Wiener Kammerorchester debütierte. Weitere Konzerte in der Schweiz und im Ausland werden auf die enge Verbindung zwischen dem Mailänder Ensemble und Wilson Hermanto deuten. In derselben Saison dirigiert er außerdem das Orchestra dell‘ Accademia Teatro alla Scala und das Philharmonische Orchester von Bogotá.

Mit den Cameristi della Scala konzertierte Wilson Hermanto neben Auftritten an der Mailänder Scala in letzter Zeit in Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Türkei und Hongkong und wurde zudem erneut zum George Enescu Festival in Bukarest eingeladen. Im Laufe der letzten Spielzeiten arbeitete er mit berühmten Solisten wie Veronika Eberle, Simon Trpčeski, Daniel Müller-Schott, Maxim Rysanov und Pierre Génisson zusammen. Wilson Hermanto dirigierte das Warschauer Philharmonische Orchester sowie das NFM Leopoldinum Orchester in Breslau. Gemeinsam mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott ist er seit 2022 Mitbegründer und Co-künstlerischer Leiter des Vevey Spring Classic Festivals.

Als Gastdirigent dirigierte Wilson Hermanto Bernsteins „Candide“ mit der Baltischen Staatsoper in Polen und arbeitete mit der Sinfonia Varsovia, dem Polnischen Nationalen Radio-Sinfonieorchester, dem Orchestre National de Metz, dem George Enescu Philharmonic, dem Philharmonischen Orchester Heidelberg, dem Argovia Philharmonic, dem Chilenischen Nationalen Symphonieorchester, dem Mariinsky-Orchester, der Philharmonie Stettin, dem Philharmonischen Orchester Nordböhmens, dem Philharmonischen Orchester Bogotá, dem Orchestra dell‘Accademia Teatro alla Scala und dem Schweizer Jugend Symphonieorchester zusammen.

Wilson Hermanto dirigierte bereits einige der renommiertesten Orchester Frankreichs: das Orchestre National de Lyon, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das Orchestre de Chambre de Paris, das Orchestre National d'Île-de-France und das Orchestre National de Bretagne. Darüber hinaus dirigierte er das Cleveland Orchestra, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken, das Prager Symphonieorchester, das London Philharmonic Orchestra, das BBC National Orchestra of Wales, das Orchestra della Svizzera Italiana, das Lausanne Kammerorchester, die NDR Radio Philharmonie Hannover, das Ulster Orchestra, das Florida Orchestra, das English Chamber Orchestra, das Malaysian Philharmonic Orchestra, das Genfer Kammerorchester, das Ensemble Contrechamps u. a.

Mit einem breiten Repertoire, das vom Barock bis zur Musik unserer Zeit reicht, hat Wilson Hermanto mit vielen renommierten zeitgenössischen Komponisten zusammengearbeitet, darunter Zygmunt Krauze, Bruno Mantovani, Jörg Widmann, Agata Zubel, Thuridur Jónsdóttir, Helmut Lachenmann, Eric Montalbetti, Giovanni Sollima, Magdalena Długosz, H.K. Gruber, Matteo Franceschini, Enno Poppe, Teoniki Rożynek, Wojciech Błazejczyk und Lowell Liebermann. Zu den Solisten, mit denen Wilson Hermanto zusammengearbeitet hat, zählen Maxim Vengerov, Lang Lang, Francesco Piemontesi, Gautier Capuçon, David Fray, Till Fellner, Alexei Volodin, Sergei Babayan, Carolin Widmann, Alina Pogostkina, Nils Mönkemeyer, Kian Soltani, Richard Galliano, Radek Baborák, Michael Barenboim und das Trio Wanderer.

Der in Indonesien geborene und lange in der Schweiz lebende Wilson Hermanto absolvierte das Peabody Conservatory of Music. Nach seinem Bachelor-Abschluss in Violine erwarb er einen Master-Abschluss in Dirigieren an der Manhattan School of Music, wo er bei dem schwedischen Maestro Sixten Ehrling studierte. Als Mentor kümmerte sich Sir Colin Davis über mehr als zehn Jahre um die musikalische Ausbildung Wilson Hermantos. Er war außerdem einer der letzten Studenten in Carlo Maria Giulinis Dirigierklasse an der Scuola Musica di Fiesole in Italien. Außerdem studierte er bei Seiji Ozawa am Tanglewood Music Center und auf Einladung von Pierre Boulez an der Lucerne Festival Academy.

Wilson Hermanto und die Cameristi della Scala veröffentlichten Ende 2024 ein Album mit Beethovens 2. Sinfonie und Mozarts 35. Sinfonie, der sogenannten „Haffner-Sinfonie“ (CD Claves Records). Unter der Leitung von Wilson Hermanto hat die Sinfonia Varsovia mit dem französischen Trompeter Clément Saunier als Solisten ein Album für Claves Records mit Trompetenkonzerten von Heinz Karl Gruber, Péter Eötvös und Bernd Alois Zimmermann aufgenommen. Die CD wird im Frühjahr 2026 erscheinen.